Zusatzeinkommen Verbesserungsvorschlag

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Innovation ist Macht

Unternehmen, kleine wie große, sind auf die Innovationen und Verbesserungsvorschläge ihrer Mitarbeiter angewiesen. Manche dieser Verbesserungsvorschläge sind winzige Veränderungen wie möglicherweise der Austausch von Steckertyp A zu Steckertyp B, Andere hingegen beschreiben komplette Prozessveränderungen oder sogar neue Produkte. Je größer ein Unternehmen wird desto schwieriger wird es solche Effizienzsteigerungen weiterhin zu erkennen. Ein häufig gesehenes Mittel ist der AVP-Prozess (allgemeiner Verbesserungsvorschlag) der gleichzeitig mein heutiges Thema für Zusatzeinkommen Verbesserungsvorschlag bildet.

Was ist ein Verbesserungsvorschlag?

Per se handelt es sich nicht um ein Onlinebusiness sondern um eine Vereinbarung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen. Dennoch nehme ich den Ball hier auf da ich in meinen früheren Unternehmen auch vielfach mit dem AVP in Kontakt kam. Viele Vorschläge die ich gesehen habe sind auf spezielle Problemstellungen abgestimmt die wirklich nur in diesem Unternehmen vorkommen. Es gibt aber auch eine Vielzahl an Problemfeldern die universell einen Großteil der Unternehmen treffen. Sei es weil in jenem Bereich ein hohes Fehlerpotenzial, eine große Möglichkeit Missverständnisse zu generieren oder schlichtweg kaum oder keine IT-Unterstützung möglich ist.

Zur Erkennung solcher Fehlerquellen und der Formulierung von Verbesserungsvorschlägen möchte ich euch dieses Buch empfehlen.

Zur Prüfung von Standard Vorschlägen (Prüfung ob in eurem Unternehmen dieses Problem noch besteht oder nicht) kommt diese Sammlung von Vorschlägen in Betracht.

Was ist KEIN Verbesserungsvorschlag?

In meinen bisherigen Unternehmen war es nur möglich themenfremde Bedarfe aufzuzeigen. Damit meine ich Optimierungsmöglichkeiten die nichts mit meiner eigentlichen Tätigkeit zu tun haben und die somit ja schon mit meinem regulären Gehalt abgedeckt werden. Von einem Angestellten, egal in welcher Hierarchie und Gehaltsstufe, darf erwartet werden, dass er seinen eigentlichen Bereich ständig versucht zu verbessern. Persönlich halte ich das für absolut legitim und in Ordnung. Der Einkäufer der bemerkt, dass der Einkaufsprozess zwei Schritte enthält die keinen Mehrwert bieten dafür aber Zeit kosten wird dafür nicht extra belohnt werden. Wenn hingegen der eigentliche Bedarfsträger (der Warenempfänger) diese beiden unnötigen Schritte bemerkt hat er sehr wohl das Recht einen Verbesserungsvorschlag daraus zu generieren.

Wie viel kann ein Verbesserungsvorschlag wert sein?

Die Vergütung ist oft prozentuell geregelt und richtet sich nach dem Einsparungspotenzial für das Unternehmen. Bei entsprechender Einsparung kann da durchaus ein fünfstelliger Betrag generiert werden. Die höchsten mir bekannten Beträge aus dem Kreis meiner Studienkollegen liegen bei ca. 80.000 EUR. Die höchsten Beträge die ich in den Unternehmen gesehen habe in denen ich selbst angestellt war lagen bei etwa 30.000 EUR. Es lohnt sich also durchaus genauer hinzusehen und bei erkannten Problemen auch über mögliche Lösungen nachzudenken.

Wieviel Zeit benötigt man für die Erstellung?

Unternehmen die einen AVP Prozess leben und sich kontinuierlich verbessern möchten haben meistens Vorlagen für die Einreichungen. Es geht dabei um Grunddaten zum Einmelder aber auch um eine möglichst genaue Beschreibung der Verbesserung. Zusätzlich soll eine Einsparung erzielt werden und der Einreicher ist gefordert eine Überschlagsrechnung zur Wirtschaftlichkeit anzustellen. Je nachdem wie genau man in solchen Fällen arbeitet oder arbeiten möchte ist dies in wenigen Minuten erledigt. Meiner Ansicht nach ist es immer zu rechtfertigen einen Vorschlag einzureichen auch wenn er nicht umgesetzt wird.

Fallbeispiel

10.000 User müssen täglich ihre Zeiten buchen. Sie müssen dafür ein System aufrufen bei dem Username und Passwort manuell einzugeben sind. Das System selbst ist sehr langsam und das Passwort läuft alle vier Wochen ab. Vergisst man sein Passwort dauert es ca. 5 Minuten bis ein Mail zum Rücksetzen eintrifft. Die Neuvergabe dauert nochmals ca. 5 Minuten. Angenommen  10% der User vergessen ihr Passwort im Monatszeitraum und haben dadurch im Schnitt 10 Minuten unproduktive Zeit ergeben sich ca. 170 Stunden bzw. ein komplettes Personenmonat pro Monat. Die Umstellung auf Single Sign on würde dieses Problem lösen. Der Implementierungsaufwand für Single Sign On liegt bei einmal geschätzten 50.000 EUR.

Entgegenstellt werden in diesem Beispiel nun die 50.000 für die Implementierung gegenüber einer kompletten Arbeitskraft die aufgrund der Wartezeiten verloren geht. Diese Arbeitskraft kostet samt Lohnnebenkosten angenommen 75.000 EUR. Nach 8 Monaten wird deshalb ein positiver Beitrag zur Wertschöpfung geleistet (Der Punkt an dem sich Kosten und Einsparungen treffen). Der Mitarbeiter könnte nun, sehr theoretisch, beispielsweise 5% der 25.000 EUR Jahreseinsparung erhalten was immerhin 1.250 EUR sind.

Alternativ könnte man nun behaupten: Die zugrunde liegende Hardware muss erneuert und einige Einstellungen angepasst werden. Dies ist mit 10.000 EUR möglich weshalb der Verbesserungsvorschlag nicht umgesetzt wird.

Fazit

Ich selbst habe über die Jahre acht Verbesserungsvorschläge eingereicht. Einige davon wurden umgesetzt, manche aber erst viele Jahre nach meiner Einreichung. Andere hingegen waren aufgrund von fehlenden Hintergrundinformationen einfach nicht sinnvoll. Auch das ist eine legitime Antwort da ein abteilungsfremder Mitarbeiter natürlich nicht alle Abläufe und Prozesse kennen kann. Wie man an meinem Beispiel sieht kann nichts schlechteres als ein Nein geantwortet werden. Auf der anderen Seite steht das Zusatzeinkommen Verbesserungsvorschlag mit dem Zusatznutzen eurem Unternehmen wirklich zu helfen.

Best-Practice-Ratgeber für betriebliche Verbesserungsvorschläge

Buch mit Beispielen von Verbesserungsvorschlägen die oft funktionieren

 

Wie gehen eure Unternehmen mit internen Verbesserungsvorschlägen um?

 

Sources:

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Stefan

Ich bin Geek, Digitalnomade, Blogger, IT-Techniker, IT-Projektleiter, Denker, Weltverbesserer, Kritiker, Analytiker, Datenschützer, Lego verliebt, Vater, neugierig. Think first!

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