Steckbrief Handel mit Lego

Was ist notwendig um den Handel mit LEGO ® zu beginnen?

Nachdem ich zuletzt einen Artikel zum Thema Legohandel als Onlinebusiness verfasst habe der noch einige weitere Artikel erforderlich macht, habe ich mich nun für einen andere Art der Darstellung entschieden. Künftige Ideen werde ich anhand eines Steckbriefes und darstellen. Der Handel mit LEGO bietet einige Chancen, ist aber auch nicht ganz so simpel wie man meinen sollte.

Steckbrief Geschäftsidee Legohandel

Vorstellung: Diese Geschäftsidee basiert grundsätzlich auf dem Verkauf von LEGO®. Es kann sich dabei um komplette Sets handeln die Neu und versiegelt sein können oder auch bereits gebraucht sind. Weiters gibt es die Möglichkeit des Handelns von Einzelteilen, von Figuren oder auch von Kiloware.

Notwendiges Fachwissen (mittel): Um die Sets zu erkennen die das Potential haben an Wert zu gewinnen ist Fachwissen unerlässlich. Auch die Einschätzung von Einkaufspreisen bzw. das festlegen des richtigen Verkaufspreises sind ohne Fachwissen kaum möglich. Bei Kiloware kommt noch hinzu, dass man in der Lage sein sollte besondere Bausteine zu erkennen die entweder auch spezielle Sets von hohem Wert hinweisen oder die selbst einen hohen Wert aufweisen.

Fiktives Beispiel: Man kauft 5 Kilogramm Bausteine auf einem Onlinemarktplatz zum Preis von EUR 100,- inkl. Versand. Normalerweise würde man nicht EUR 20,- je Kilogramm ausgeben, da auf einem Foto aber fünf Figuren (ca. 20 Gramm der fünf Kilo) erkennbar waren die einen Verkaufswert von EUR 80,- aufweisen war klar, dass dies ein gutes Geschäft wird. Wer diese Figuren nicht kennt, es gibt mittlerweile knapp unter 10.000 verschiedene, kann auch die Vorteilhaftigkeit dieses Geschäfts nicht erkennen.

Kapitaleinsatz (hoch): Es werden viele tausend Euro notwendig sein um einen Grundstock an Handelsware zu erhalten. Auch bei der Konzentration auf ein spezielles LEGO Thema oder einer gezielten Nische ist es bei der Vielzahl an Sets kaum möglich genau diese Dinge vorrätig zu haben die momentan gesucht sind. Zusätzlich ist die Lebensspanne eines Sets im regulären Handel zwischen 6 Monaten und 4 Jahren angelegt. Der häufigste Fall sind ca. zwei Jahre. Solange der reguläre Handel ein Set noch führt sind die eigenen Verkaufschance gering und das Kapital ist somit gebunden. Eventuell kommen bei entsprechend großer Kollektion noch externe Lagerkosten hinzu. Gedanklich solltet ihr euch damit anfreunden, dass euer Geld pro Set im Regelfall zwischen einem und fünf Jahre gebunden sein wird.

Zeitaufwand (hoch): Recherche von Sortiment und Preisen, Dokumentation von Ein- und Verkäufen, richtiger buchhalterischer Ablauf im Lager (first in, first out), Ein- und Auslagern, Steuer usw. fressen enorm viel Zeit. Dieser Aufwand wächst noch um ein Vielfaches wenn man sich entschließt Einzelteile zu handeln, einzelne Figuren oder große Sets in mehrere kleine Sets zerlegt.

 

Meine LEGO-Kollektion Jänner ´18

 

eigene Legosets

LEGO-Kollektion Mitte März ´18

Platzbedarf (hoch): Die Produktboxen, die Versandboxen, das Verpackungsmaterial und im schlimmsten Fall noch ein Einzelteilelager benötigen sehr viel Platz der trocken und lichtgeschützt sein muss. Wie in dem Bild erkennbar verfüge ich aktuell über mehr als 400 Sets die zum Handeln zur Verfügung stehen oder standen. Dementsprechend viel Platz nehmen diese Sets ein wofür somit sehr schnell zusätzliche Kosten für die Anmietung eines Lagerraums entstehen.

Notwendige Schritte (mittel): Recherche zum Produkt, Einkauf, Warenwirtschaft pflegen, Lieferung kontrollieren, Einlagern, Rechnung kontrollieren, Buchhaltung pflegen, Bewerben, Verkaufen, Rechnung stellen, Zahlungseingang kontrollieren, Verpacken, Versenden, Warenwirtschaft pflegen, Buchhaltung pflegen, Vermittlungsgebühren bezahlen, Versteuern. Da jeder dieser Einzelschritte auch umfangreicher sein kann, werde ich für einige davon zusätzliche Artikel verfassen und hier verlinken, seht also in einigen Tagen wieder vorbei. Einen Vorgeschmack darauf habe ich bereits hier veröffentlicht.

Mögliche Fehlerquellen (viele):

  • Zu teuer eingekauft
  • Zu billig verkauft
  • Fehlerhafte Verpackung
  • Produkt beschädigt
  • Produkt falsch
  • Rechnung fehlerhaft
  • Steuerabrechnung fehlerhaft
  • Set verkauft das nicht mehr vorhanden ist
  • Set verloren

Risiko (gering): LEGO ist ziemlich wertstabil und der schlimmste Fall ist ein Produkt das nicht verkauft werden kann. Hat man unter dem UVP (unverbindlich empfohlener Verkaufspreis) eingekauft, sollte man in absehbarer Zeit zum UVP verkaufen können. Falls dies nicht erfolgreich ist kann man immer noch zum echten Einkaufspreis verkaufen oder aber das Set selbst auspacken und mit den Kindern damit spielen. Was eigentlich nie passiert sind Sets die, nachdem sie nicht mehr am Markt sind, an Preis verlieren. Es besteht somit die Chance auf steigende Preise aber so gut wie nie auf Wertverlust.

Möglicher Gewinn (gering): Meine ersten neun Monate liefern ein geteiltes Bild. Zum einen habe ich nahezu fünfstelligen Umsatz erzielt, zum Anderen war mein Gewinnaufschlag zu gering. Ich hatte riesige Zeitaufwände die ich in keinster Weise vergütet bekomme. Langfristig habe ich mir den Zielwert von 15% Reingewinn nach Abzug aller Steuern und Kosten gesetzt. Aktuell erreiche ich die Hälfte davon.

Fazit: Wenn ihr einen Hang zu dänischen Kunststoffteilen habt legt einfach los damit. Den ersten Schritt habt ihr bereits durch das Lesen meines Artikels gesetzt. Als Nächstes folgt nicht der Gang zur Unternehmensanmeldung sondern zum Einlesen in die hunderten anderen Meinungen zum LEGO-Handel die sich im Netz finden lassen. Viel Spaß damit und bei Fragen könnt ihr euch gerne in den Kommentaren oder per Mail melden.

Link zu meinem eigenen Shop

 

“LEGO® ist eine Marke der LEGO Gruppe, durch die die vorliegende Webseite jedoch weder gesponsert noch autorisiert oder unterstützt wird”.

 

Allgemeines zum eigenen Business / zur Selbstständigkeit:

Welche cleveren Verdienstmöglichkeiten finde ich noch im Internet?

Wie kann ich mein vorhandenes Onlinebusiness voranbringen oder meine Webseite zu Geld machen (Videokurs)?

Wie kann der Start als Freiberufler gelingen?

Sources:

Bitte teilt diesen Beitrag auch mit euren Freunden:

Stefan

Ich bin Geek, Digitalnomade, Blogger, IT-Techniker, IT-Projektleiter, Denker, Weltverbesserer, Kritiker, Analytiker, Datenschützer, Lego verliebt, Vater, neugierig. Think first!

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)