ELGA – wie widerspreche ich der Eintragung?

ELGA – zur Sicherheit OptOut

Die Argedaten hat eben eine Aussendung zum Thema ELGA gemacht.ELGA (elektronische Gesundheitsakte) ist intransparent und nützt nur der Gesundheits-Bürokratie – wer jetzt ELGA Opt-Out nützt schützt seine sensiblen Daten vor den ELGA-Kinderkranheiten – keinerlei Nachteile für die Gesundheitsversorgung zu erwarten – Rascher Ausstieg aus ELGA http://www.argedaten.at/elga-online-optout

Das österreichische ELGA ist kein integriertes Informationssystem, sondern ein konfues Sammelsurium von Befunden, Listen, Registern, zentral und dezentral abgespeicherten Informationen, zersplittert wie das österreichische
Gesundheitswesen. Laut ELGA-Gesetz gibt es keine zentrale verantwortliche Stelle, im Falle eines Missbrauchs besteht für die Patienten die Gefahr zwischen den verschiedenen „ELGA-Systempartnern“ hin und her geschickt zu
werden.

Was sollte ELGA eigentlich bringen?

Der Ansatz ist grundsätzlich klar und nachvollziehbar: sinnlose Doppelbefunde und -medikationen mit deren negativen Auswirkungen sollen vermindert werden. Durch die bessere Verfügbarkeit der Daten soll eine höhere Behandlungsqualität eine bessere Diagnostik,und die Vermeidung von Fehlern garantiert werden. Dem gegenüber stehen die Bedenken zur Datensicherheit.

Statt einer umfassenden Gesundheitsreform, die mehrere Milliaden Euro jährlich einsparen könnte, werden die Bürger mit einem hunderte Millionen teuren undurchsichtigen IT-Projekt abgespeist.

Weit über 100.000 Personen werden Zugriff auf die auf hunderten Computern verstreuten Gesundheitsdaten haben.

ELGA Widerspruchsformular der ARGE DATEN – doc-Version
ELGA Widerspruchsformular der ARGE DATEN – pdf-Version
ELGA Widerspruchsformular der ARGE DATEN – html-Version

Die ARGE Daten hat einen Link zum ELGA-Widerspruch geschaffen:

http://www.argedaten.at/elga-online-optout

Außerdem hat die ARGE Daten eine umfangreiche Linksammlung erstellt auf der ihr euch genauer informieren könnt:

ARGE Daten Linksammlung betreffend ELGA

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Stefan

Ich bin Techniker, Nerd, Geek, Datenschützer, Motorradfahrer, Analytiker und Student. Meine Themengebiete sind weit gestreut wodurch sich mir die Möglichkeit bietet Probleme aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.

2 Comments

  1. Wann kommt das in Deutschland? Klar gibt es Mißbrauchspotential (und das nicht zu knapp), aber mit einem schwerbehinderten, pflegebedürftigen Kind wäre so etwas ein Traum. Derzeit müssen wir alle Akten, Berichte, Befunde & Co. zwischen den Ärzten hin- und herschicken. Bea’s Neurologe hat noch nicht mal Zugriff auf ihre Akte in der HNO-Klinik des gleichen Krankenhauses! Bei den Behörden ist es noch schlimmer: Behindertenausweis, Schulbegleitung, Pflegestufe, stationärer Pflegebedarf, etc. – alle brauchen die gleichen Akten immer wieder neu. Eine zentrale Datenbank wäre eine echte Erleichterung.

  2. Ich kenne da auch den Fall einer Bekannten wo dieses System hilfreich wäre. Es ist auch nicht die Idee, die ich kritisiere sondern die Umsetzung. Da sind zuviele Dinge einfach falsch. Wann und ob es ein vergleichbares System in Deitschland gibt kann ich dir leider nicht sagen.

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